Gesprächstechniken

Methodenvielfalt

Wir benutzen gesprächstherapeutische und individualpsychologische Methoden (konkrete Fragen, Feedbacks, Kindheitserinnerungen, Familienkonstellationen, usw.) um unbewusste Lebensstilsätze zu erarbeiten. Aus der Systemtheorie benützen wir Methoden (Genogramm, Skulpturen, usw.) um das System (soziales Umfeld) besser zu verstehen und zur Problemlösung zu nutzen.

Wenn sie für den christlichen Glauben offen sind, beziehen wir das Gebet und weitere seelsorgerliche Elemente mit ein. Wesentlich ist für uns, Veränderung als einen Prozess zu verstehen. Ein Prozess, der nicht immer leicht ist und den Ratsuchenden auch mit den Seiten von sich selbst in Kontakt bringt, denen er sich nicht gern stellt.

Ziel jeder Veränderung ist das Reifen der Persönlichkeit, die sich vor allem zeigt in zunehmender Zufriedenheit mit seiner Herkunft, mit sich selbst und in der wachsenden Fähigkeit, den Mitmenschen ein positives Gegenüber zu sein. Wir (Fachleute) sind wie sie im Leben unterwegs, dies lernte uns vieles an uns selber auszuhalten, eine Frucht davon ist sicher die Barmherzigkeit.

Paartechnik bisher

Wir arbeiten seit mehreren Jahren gemeinsam bei Paaren, die bisherigen Erfahrungen ermutigen uns sehr. Es ist uns ein Anliegen die Partner miteinander ins Gespräch zu bringen. Wir arbeiten mit den Werkzeugen aus der Systemischen Paartherapie. Das heisst, wir arbeiten mit dem Familienstammbaum (Genogramm), um das grössere System zu verstehen, mit kleinen Rollenspielen, gezielten Fragen, Kommunikationstraining und Experimenten für zu Hause. Wir wollen die Partner ins Gespräch bringen, destruktives Verhalten erkennen und helfen, wie das Paar Stärken und Ressourcen einsetzen kann, um positives Verhalten einzuüben.

dazu kommt die PEM Methode

Pragmatisch Erfahrungsorientierte Methode für Paare sowie für Einzelpersonen, welche ihre Paarbeziehung verbessern wollen.
Von Prof. Brent J. Atkinsons Pragmatic Experential Method for Improving Relationships, kurz PEM

Pragmatisch, d.h. anwendungsbezogen und lösungsorientiert
Zuerst machen sich die Partner mit denjenigen Verhaltensweisen vertraut, welche sie benötigen, um eine langfristig erfolgreiche Paarbeziehung zu haben. In der ersten Phase wird der Fokus auf die wichtigsten Gewohnheiten gelegt, die es braucht, um sich in konflikthaften Situationen konstruktiv verhalten zu können (den wichtigsten Gewohnheiten der Beziehungspflege wendet man sich meist in einer späteren Phase der Therapie zu).

Erfahrungsorientiert
Durch eine Reihe von Übungen und Lernschritten lernen die Partner, diese Konfliktkompetenzen in schwierigen Situationen anzuwenden. Für viele Paare bedeutet dies einige Arbeit, weil unsere schädlichen Gewohnheiten sehr tief in uns eigeprägt sind und schnell und automatisch ablaufen, sobald wir uns durch unseren Partner schlecht behandelt fühlen. Die Übungen des Pragmatisch Erfahrungsorientierten Ansatzes beruhen auf Erkenntnissen der Hirnforschung und ermöglichen, die schädlichen, reaktiven Zuständen zu erkennen und in neutralere Zustände zu wechseln, um die neu gelernten, konstruktiven Gewohnheiten auch in schwierigen Situationen einsetzen zu können.

siehe auch unter PEM

Sexualität

Allgemeine Einführung
Wir möchten zeigen, dass Sexualität viele Sprachen hat. Die medizinisch-sexologische Sprache vermittelt auf sachliche Weise Wissen und informiert über Funktionen. Die interessierte Sprache bindet sexuelles Wissen an reale Erfahrungen und fördert das lustvolle Beobachten und die Wahrnehmung. Mit einer erotischen Beziehungs-Sprache machen sich Partner und Partnerinnen füreinander begehrenswert und interessant. Wenn die sexuelle Begegnung sprachlos bleibt oder sich auf Zeichensprache beschränkt, entstehen Missverständnisse.

Sich in der sexuellen Begegnung mitzuteilen und im lustvollen Spiel mit Körper und Sprache Sexualität zu gestalten sind Fähigkeiten, die gelernt werden können. Unser Anliegen ist es, jede sexuelle Frage mit einer Sprache zu beantworten, die informiert, aufklärt und erlebte Sexualität in all ihren Aspekten wertschätzt.

Mehr zur Sexualität und dem Konzept

mit ganzen Familien

Wir sitzen im Kreis, so dass alle einander sehen können. Wenn z.B. nur ein Familienmitglied spezielle Probleme hat, möchten wir herausfinden, wie die Mitglieder mit ihm umgehen, wie sie sich gegenseitig beeinflussen usw. (das System einer Familie).

Drei Phasen nach Frau Dr. Carol Gammer sind:
1) Resolutionsphase: das Anliegen konkretisieren, Krisenintervention, Familienressourcen herausschaffen, Familiensysteme oder -Beziehungen erkennen, usw.
2) Extensionsphase: Koalitionen, Subsysteme aufdecken, Kommunikationsmuster, Generationen (Genogramm)
3) Intimphase: über Ehebeziehung sprechen können, Geld, Sex, usw.